Debitkarten

Rund 30 Prozent aller Zahlungen im Einzelhandel werden mit Debitkarten getätigt. Damit ist Bezahlen per Debitkarte die meist verbreitete kartengestützte Zahlungsform.

Debitkarten

Debitkarten sind aus dem Zahlungsverkehr nicht mehr wegzudenken. Sie können zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten oder auch zur bargeldlosen Bezahlung direkt vor Ort, zum Beispiel im Laden, eingesetzt werden. Das Girokonto wird immer sofort belastet, anders als bei einer Kreditkarte, bei der dies häufig erst am Ende des jeweiligen Monats erfolgt. Die Kosten für eine Debitkarte sind in den meisten Fällen weitaus niedriger als für eine Kreditkarte. Aus diesem Grund ist die Debitkarte auch verbreiteter als die Kreditkarte.

 

Die Debitkarte ist mit einem Magnetstreifen und meist auch mit einem EMV-Chip versehen. Auf dem Magnetstreifen und dem Chip werden wichtige, für die Transaktionen notwendige, Informationen gespeichert. Die Debitkarte kann nur mithilfe der Identifizierung des Benutzers in Anspruch genommen werden, hierfür wird entweder die PIN oder die persönliche Unterschrift genutzt.

 

girocard girocard – electronic cash
Innerhalb Deutschlands ist die girocard als nationale Debitkarte die am weitesten verbreitete und am flexibelsten einsetzbare Karte zur bargeldlosen Bezahlung. girocard ist eine den beiden Debitkarten-Zahlungssystemen übergeordnete Marke der Deutschen Kreditwirtschaft: das Deutsche Geldautomaten-System (Bargeldabhebung) sowie electronic cash. Das Händlerentgelt beträgt einheitlich 0,3 % vom Umsatz und mindestens 0,08 Euro. Die Transaktion wird dem Händler sofort gutgeschrieben.

 

 

elv - Elektronisches Lastschriftverfahren ELV – Elektronisches Lastschriftverfahren
Alternativ zu electronic cash mit Eingabe der Geheimzahl kann sich der Händler für das Elektronische Lastschriftverfahren, kurz ELV, entscheiden – dabei wird der Zahlbeleg vom Kunden nur unterschrieben. Mit seiner Unterschrift willigt der Kunde ein, sein Konto mit dem genannten Betrag zu belasten. Der Vorteil für den Händler sind niedrigere Kosten bei den Gebühren für Disagio und Transaktionen. Dafür entfällt die Zahlungsgarantie, von der er beim PIN-Verfahren profitiert. Deswegen wird das ELV-Verfahren üblicherweise nicht für große Beträge verwendet.

 

 

Debitkarten Internationale Debitkarten
Die großen internationalen Kreditkartenfirmen MasterCard und Visa bieten internationale Debitkarten an. Maestro ist die Debitkarten-Marke von MasterCard, sie ist weltweit nutzbar. Die Debitkarte V Pay ist die von Visa Europe entwickelte Marke, sie ist europaweit einsetzbar. Mit diesen internationalen Debitkarten genießen deutsche Bankkunden die Vorteile ihrer Bankkarten auch im Ausland. Gleichzeitig eröffnen sich für nationale Händler Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung dank internationaler Reisender, wenn sie Maestro und V Pay akzeptieren.

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GeldKarte Geldkarte
Die Funktion GeldKarte – die im Chip der girocard bzw. Bankkarte integriert ist – wurde entwickelt, um das Kleingeld zu ersetzen. Die GeldKarte kann am Geldautomaten, an speziellen Ladeterminals oder über das Internet mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden. Bezahlt wird damit zum Beispiel im Öffentlichen Nahverkehr, an Parkschein- oder Briefmarkenautomaten.

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